Donnerstag, 16. März 2017

Mein täglich Brot


Jeden Morgen, wenn du so vor mir stehst, und ich ein Stück von dir abschneide, gehen mir etliche Gedanken durch den Kopf. 

Ich frage mich natürlich, was es überhaupt braucht bis du soweit bist, dass ich dich geniessen kann. 

Angefangen beim Getreide, das angesät werden muss, und seine Zeit braucht bis es reif ist.
Je nach Wetter fällt dir Ernte gut oder geringer aus. 
Nach der Ernte wird das Getreide getrocknet, dann zur Mühle transportiert, gemahlen, abgepackt und an diverse Gross -oder Kleinbäckereien weiter geliefert. 

Der Bäcker verarbeitet nun die unterschiedlichen Mehlsorten, wie Dinkel, Ruch oder Weissmehl zu delikaten Broten und Kleinbroten. Natürlich ebenfalls in diversen Formen, und mit verschiedenen  Zutaten, wie Sonnenblumenkörner, Leinsamen, Sesam und etliche andere Körner Arten. 
Nach dem Backen wirst du im Laden  angeboten und verkauft, eventuell sogar nochmals transportiert. 

So landest du Schlussendlich auch bei mir auf dem Tisch. 
Dich kann man beinahe zu allen Speisen geniessen. Besonders gern wirst du in Suppe und Sauce getunkt. 

Wenn du alt und trocken bist, reibt man dich öfter zu Paniermehl, oder man verfüttert dich an Tiere, wie  Kaninchen, Pferde oder Schafe. 
Nicht selten wirst du aber auch einfach achtlos fortgeworfen, ob auf der Strasse oder in den Abfalleimer. 

Daran erkennt man, dass sich der Verbraucher keine grossen Gedanken darüber macht, bis du so weit bist dass man dich geniessen kann. Man nimmt dich ja einfach so aus dem Regal...
Wie viele Menschen kommen leider nie in den Genuss von dir, weil sie zu arm sind, und sich dich schlicht nicht leisten können…

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